Zeno:Suchfunktion
Aus Zeno.org
Die Plattform Zeno.org ist mit einer komfortablen Volltextsuche ausgestattet, die hier kurz beschrieben wird. Alle bisherigen Seiten von zeno.org sind Volltexteditionen, d.h. man kann den kompletten Textbestand durchsuchen. Entscheidend für präzise Ergebnisse bei der Volltextsuche ist die richtige Formulierung des Suchausdrucks. Zeno.org bietet dabei viele, zum Teil sehr komplexe Möglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis |
Einfache Wortsuche
Für eine einfache Suche genügt es, das gesuchte Wort in das Feld »Suche« einzugeben und die Abfrage über die Schaltfläche zu starten. Daraufhin wird eine Liste mit allen Fundstellen aufgebaut und im Textbereich wird die Seite mit der ersten Fundstelle angezeigt. Das gesuchte Wort ist durch Fettschrift hervorgehoben. Durch Klicken auf die Seiten mit den Suchergebnissen oder das »Vorwärts«- und »Rückwärts«-Feld kann durch die Fundstellenliste navigiert werden. Satzzeichen können bei der Eingabe der Suchbegriffe auch verwendet werden.
Suche mit Platzhaltern
Mit der Verbreitung digitaler Texte hat sich in der Vergangenheit eine Reihe von Konventionen bei der Volltextsuche herausgebildet. Fest etabliert haben sich vor allem Platzhalter und die sogenannten »Boolschen Operatoren«, mit denen sich eine Suchabsicht knapp und präzise ausdrücken lässt. In der Software der Digitalen Bibliothek kann diese Terminologie angewandt werden. Auch wenn Terminologie und Ausdrucksweise anfangs vielleicht fremd anmuten, ist es lohnend, sich mit ihnen vertraut zu machen, zumal die Beherrschung dieser Logik auch für andere Anwendungen nützlich ist. In den folgenden Abschnitten werden alle für die Suche in der Digitalen Bibliothek wichtigen Ausdrücke erklärt
Ägypten und ägyptisch – Der Platzhalter »*«
Angenommen, ein Text soll durchsucht werden nach Stellen, an denen von Ägypten die Rede ist. Dazu müssen sowohl das Substantiv »Ägypten« als auch das Adjektiv »ägyptisch« in ihren verschiedenen grammatischen Formen erfasst werden – kurz: alle Worte mit dem Stamm »ägypt-«. Um nicht bei jeder Wortform neu mit der Suche beginnen zu müssen, empfiehlt es sich, die Abfrage mit Hilfe des Platzhalters »*« zu formulieren. Er repräsentiert eine beliebig lange Zeichenfolge und kann sowohl am Anfang, in der Mitte oder auch am Ende eines Wortes oder auch an mehreren Stellen stehen. Der Suchbegriff lautet also »ägypt*«.
- Weitere Beispiele
- »revolution*« findet »revolutionär«, »Revolutionär«, »Revolutionärin«, »Revolutionswirren« etc.
- »b*ch« findet »Buch«, »Bach«, »Blech«, »britisch« etc.
- »*maler*« findet »Glasmaler«, »Buchmalerei«, »Malerhandbuch« etc.
Bruder und Brüder – Der Platzhalter »?«
Gerade in der deutschen Sprache werden Worte häufig durch die Veränderung von Vokalen im Wortinneren abgewandelt. So wird zum Beispiel der Plural des Wortes »Bruder« durch den Umlaut »ü« gebildet. Soll mit einem Suchvorgang sowohl der Singular »Bruder« als auch der Plural »Brüder« gefunden werden, so kann dies durch die Suche mit dem Platzhalter »?« erreicht werden. Er repräsentiert genau einen variablen Buchstaben. Der Suchbegriff müsste also »br?der« lauten.
- Weitere Beispiele
- »?igarette« findet sowohl »Cigarette« als auch »Zigarette«
- »b?ch« findet »Buch« und »Bach« (aber im Gegensatz zur Suche mit »*« nicht »Blech« oder »britisch«)
Weitere Platzhalter
Es gibt weitere Platzhalter, die für ein einzelnes Zeichen stehen. Anders als bei dem Platzhalter »?« wird das Zeichen hierbei jedoch genauer bestimmt.
- »^#« steht für eine Ziffer,
- »^$« steht für einen Buchstaben,
- »^« gefolgt von a, e, i, o, u, s, c, n oder y (also z.B. »^a«) sucht nach dem jeweiligen Buchstaben und dessen Abwandlungen durch diakritische Zeichen.
Rund um den Buchhandel – Kombination der Platzhalter
Manchmal sollen so viele Varianten eines Begriffs erfasst werden, dass ein Platzhalter allein nicht mehr ausreicht. Wird beispielsweise nach Stellen gesucht, an denen die Begriffe »Verlagsbuchhandel«, »Buchhändlerin«, »Buchhandlung« oder »buchhändlerisch« verwendet werden, lassen sich all diese Begriffe mit dem Suchausdruck »*buchh?nd*« erfassen.
- Zwei weitere Beispiele
- »br?der*« findet »Bruder«, »Brüder«, »brüderlich« und »Brüderlichkeit«
- »r^om*« findet »Rom«, »römisch«, »Römerin« etc.
Suche mit Operatoren
Wortabstände: Goethe in Weimar
Gesucht wird nach Textstellen, an denen »Goethe« im Zusammenhang mit »Weimar« erwähnt wird. Mit dem Suchausdruck »Goethe in Weimar« würde man alle Stellen finden, an denen dieser Ausdruck selbst sowie Formulierung wie »Goethe lebte fortan in Weimar« im Text vorkommen. Das gleiche Ergebnis wird erreicht durch die Benutzung des Operators »UND« (»Goethe UND Weimar«). Soll dagegen tatsächlich nur die konkrete Wortfolge »Goethe in Weimar« angezeigt werden, muss diese in Anführungszeichen eingegeben werden: »"Goethe in Weimar"«
Jesus, Christus oder Heiland? – Der Operator ODER
Ein Text soll nach Fundstellen durchsucht werden, an denen Jesus Christus erwähnt wird, wobei es bei dieser Suche irrelevant ist, ob der Autor von »Jesus«, »Christus«, »Heiland« oder »Jesus Christus« spricht. Diesem Zweck dient der Operator ODER, der wie der Operator UND groß geschrieben werden muss, damit ihn die Software nicht für einen Begriff hält, den sie suchen soll. In das Suchfeld muss also eingegeben werden: »jesus ODER christus ODER heiland«.
Schiller oder Goethe in Weimar? – Die Klammern
Wie die Platzhalter lassen sich auch die Operatoren UND und ODER miteinander kombinieren. Hierbei muss Zusammengehöriges jeweils in Klammern gesetzt werden. Die Abfrage »(Goethe ODER Schiller) UND Weimar« findet zum Beispiel Textstellen, an denen entweder Goethe oder Schiller jeweils im Zusammenhang mit Weimar erwähnt werden. Demgegenüber würde die Abfrage »Goethe ODER (Schiller UND Weimar)« nach Goethe allein, nach Schiller jedoch nur in Verbindung mit Weimar suchen.
Die Kombination von Platzhaltern und Operatoren
Natürlich lassen sich Platzhalter und Operatoren auch miteinander kombinieren. So ließe sich das obige Beispiel erweitern zu: »(Goethe* ODER Schiller*) UND Weimar«. Nun werden auch alle möglichen Flexionsformen der Worte »Goethe« und »Schiller« berücksichtigt.
Schreibweisentolerante Suche
Die Software der Digitalen Bibliothek lässt eine schreibweisentolerante Suche zu. Wird etwa nach dem Begriff »Prinzip« gesucht und besteht die Vermutung, dass der zu durchsuchende Text auch die Schreibweise »Princip« enthalten könnte, sollte die Option »Schreibweisentolerant« gewählt werden. Für die Volltextsuche ist die Groß- oder die Kleinschreibung eines Wortes irrelevant. Wird der Suchbegriff »leben« kleingeschrieben eingegeben, findet das Programm sowohl das Substantiv »Leben« als auch das Verb »leben«.

