Zeno:Richtlinien
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- Warum wir das so sehen
Das Wissen der Welt zu versammeln, ist keine ganz neue Idee. Der historische Zenodot von Ephesos erhielt von den Ptolemäern genau diesen Auftrag und sehr viel Geld, mit dem er die so berühmt gewordene Bibliothek von Alexandria aufbaute. Diese stand damals allerdings nur einer sehr kleinen Elite zur Verfügung. Das sind zwei wesentliche Unterschiede zwischen dem alten Zenodot und der modernen zeno.org. Letztere will das gesammelte Wissen der Welt der Welt - und zwar der ganzen - auch zugänglich machen. Dafür bekommt sie bedauerlicherweise kein Geld von den Diadochen oder sonstwem, sondern muss ihre Miete aus den Erträgen ihrer Arbeit bezahlen. Damit uns dies gelingt und wir weiter an der Erschließung des Wissens der Welt arbeiten können, haben wir die Fremdverwertung - nicht die Nutzung! - unserer Arbeitsergebnisse eingeschränkt.
Das heißt, dass nichts dagegen spricht, aus Goethes Faust den Prolog im Himmel auf die eigene Website zu stellen, wir aber sehr wohl unser Recht verletzt sähen, wenn der komplette Goethe kopiert würde. Von schnöden juristischen Erwägungen mal abgesehen finden wir es auch einfach nicht sinnvoll, riesige Bestandteile aus dem Zenodotangebot zu kopieren. Schließlich geht ja auch niemand in die Bibliothek, um regalweise Bücher zu fotokopieren, nur um sie "zu haben". Es hat sie doch ohnehin jeder, denn zeno.org ist 24 Stunden am Tag geöffnet, 7 Tage in der Woche, und zwar für jeden.

